Hallo,
ich habe mich in den letzten Tagen auch den Lautsprechern gewidmet. Eigentlich hatte ich auf die Aktion keine große Lust und dachte, vor 15 Jahren hätte ich das zum letzten Mal gemacht (im Subaru waren die Werkstöner auch grottenschlecht. Hatte damals schon auf Eton umgebaut) - aber dank der guten Beschreibungen und Erfahrungen in diesem Forum / Thema hab ich mich dann doch überwunden
Spoiler: Hat sich auf jeden Fall gelohnt! Danke dafür!
Verbaut habe ich die MB Quart QS165 , die ich für 99EUR bekommen habe.
Meine Ziele waren neben Verbesserung des Klangs (es war Serie alles recht undefiniert, keine klare Bühne, wenig Dynamik, teilweise irgendwie auch verzerrt im Mitteltonbereich, zunehmender Pegel machte es noch schlimmer) :
- Möglichst wenig Zusatzgewicht (max. 4kg)
- Möglichst wenig Rappeln, Schnarren, Vibration bei höherer Lautstärke
- Budget für alles zusammen max 200 EUR (Lautsprecher+Butyl+Dämmflies+Adapterringe)
- Man darf vom Umbau nichts sehen, d.h. verdeckter Einbau der Hochtöner
Wegen des Gewichts habe ich Butyl nur recht sparsam verwendet. D.h. Die Türfolie blieb dran, habe nur im Bereich des Tieftöners das Blech und die Türverkleidung mit Butyl beklebt. In die Tür habe ich auf die Innenseite des Außenblechs jeweils 2 Streifen Butyl mit 0,3mm Aluschicht geklebt, das hat schon ordentlich was gebracht. Hört man sofort, wenn man die Tür ins Schloß fallen lässt. So hat sich der Gewichtszuschlag für den Lautsprecherumbau auf 3,2kg beschränkt. Damit kann ich leben.
Bei den Hochtönern habe ich die Dome der originalen Hochtöner - Befestigung mit dem Dremel bündig abgetrennt und die MB Quart HT mit Epoxydharz und CFK Stegen eingeklebt. Angewinkelt in Richtung Hörposition. Vorher habe ich die Schallaustritts-Öffnung der Spiegeldreiecke mit einem 1mm Bohrer umlaufend um eine weitere Reihe Löcher erweitert, so dass die resultierende Öffnung etwas größer war, als die 25mm Membran des Hochtöners. Braucht man etwas Geduld und Zeit, ist aber machbar und das Ergebnis ist genau, wie ich es haben wollte. Ich habe dem Pegel der Hochtöner um 3dB gesenkt, also das rote Kabel an der Frequenzweiche durchtrennt.
Die Tieftöner sitzen in den bekannten Plastikadapterringen, die ich mit Pattex "Kleben statt Bohren" Montagekleber auf das Alubutyl gesetzt und dann verschraubt habe. Vorteil von dem Pattex-Zeug: Es stinkt nicht.
Zu den Lautsprechern kann ich sagen, dass ich mit dem Klangbild zufrieden bin aber qualitativ merkt man schon hier und da den geringen Preis. So musste ich den umlaufenden Dichtring nachkleben (oder ganz entfernen), weil der an mehreren Stellen lose war und an den äußeren Anschlußterminals / Metallzungen darf man auch nicht biegen, sonst brechen die sofort ab. Daher habe ich die Kabel an die inneren Laschen gelötet und mit Schrumpfschlauch isoliert. Die Tieftöner haben keine eigene Frequenzweiche, was aber wohl klanglich nicht unbedingt ein Nachteil ist. Es vereinfacht zumindest die Verkabelung. Die Pegelabsenkung der Hochtöner funktioniert, indem man ein herausgeführtes Kabel an der Weiche durchtrennt. Sofern man sich sicher ist, was man haben möchte, ist das OK - aber etwas umständlich, wenn man einfach mal beide Settings testen möchte. Naja, ist letztlich ne einmalige Sache beim Einbau, von daher OK.
Anbei ein paar Fotos - vielleicht hilft es ja noch dem ein oder anderen oder gibt Inspiration oder wenigstens etwas gute Laune, haha
Hab eben ne Proberunde gedreht und es hat richtig Spaß gemacht, auch oder gerade, wenn man man mit der Lautstärke mal etwas höher geht. Für mich absolut ausreichend so.