Neuvorstellung und Fragen

  • Guten Tag,

    ich bin der Berthold, gehöre zur Generation 60+ und lese seit langer Zeit hier im Forum mit.

    Ich finde den Wagon r+ als kleines Zusatzauto sehr gut und würde mir gerne die Automatikversion zulegen. Ansehen werde ich mir ein Auto aus Bj. 2004 mit der 94PS Maschine und etwa 125tkm.

    Trotz intensiver Suche habe ich nicht wirklich etwas über so richtige Schwachstellen, insbesondere Rostprobleme bei einem Fahrzeug welches ja immerhin 15 Jahre alt ist, gefunden.

    Es wäre schön wenn mir jemand beantworten könnte worauf ich bei der Besichtigung besonders achten muss.

    Besten Dank und Grüße aus dem Odenwald

    Berthold

  • Das Getriebe ist ein Wandler-Automat, m. W. von Aisin. Die Dinger gelten bei ein wenig Pflege als wirklich haltbar. Diese Pflege beschränkt sich auf regelmäßigen Wechsel des ATF-Öls. Ansonsten kostet das Getriebe schon eine Menge vom Temperament des 1.3er Motors, wobei der 94 PSer auf den Namen M13A hört und ebenfalls als robust sowie haltbar gilt. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern halten bei Suzuki die Steuerketten - gewöhnlich ein Autoleben lang. Mit dem Automaten ist das Drehzahlniveau bei Autobahnfahrten allerdings nochmal höher als bei den manuellen Getrieben. Das dürfte auch dort zu einem fühlbaren Mehrverbrauch führen. Da muss man wissen, ob es einem das wert ist.


    Zum Wagon R+ fällt mir noch ein, dass die Büchse wegen seiner großen Seitenflächen eine ausgeprägte Windempfindlichkeit zeigt. Die für das Fahrzeug relativ schmalen Reifen machen es nicht besser - in Verbindung mit der leichtgängigen elektrischen Servolenkung ist der Geradeauslauf gerade so noch akzeptabel. Hinzu kommt die traditionell sparsame Geräuschisolation, bei schneller Fahrt und wegen des höheren Drehzahlniveaus wird es irgendwann doch recht laut. Rost ist an sich kein großes Problem dieser Baureihe. Roststellen sah ich lediglich an Fahrzeugen, an denen ein Wagenheber falsch angesetzt wurde oder weg gerutscht ist. Das gibt dann oft Dellen oder Falten im Schweller und damit eine potenzielle Angriffsstelle. Die werksmäßig verbauten Radlager haben nicht das ewige Leben - insbesondere die an der Hinterachse nicht. Es gab/gibt mehr als eine Ausführung und man kauft als Ersatz aus Prinzip mindestens einmal die falschen Teile.


    In dem Alter gehen definitiv die Kabelbäume zur Heckklappe kaputt und der Schlauch für die Waschdüse an der Heckscheibe bricht. Die Kabel sind wohl nicht weich genug und mit dem Alter bricht nach und nach jeder einzelne Leiter. Die Gummitülle, die die Kabel zwischen der Heckklappe und der Karosserie schützt, kann man zurückziehen. Reparierbar ist der Heckklappen-Kabelbaum, jedoch gibt es nichts fertig zu kaufen. Man muss es also selbst reparieren. Ist kein Hexenwerk, ich musste es bei meinem 2015 verkauften Ignis FH (von 2003) auch instandsetzen. Prüfe daher bei der Besichtigung, ob alles an der Heckklappe funktioniert: Heckscheibenheizung, Heckwischer nebst Scheibenwaschdüse, Zentralverriegelung, dritte Bremsleuchte... Falls du vom Händler oder einer Werkstatt kaufst, dann sollte das zumindest beim Kauf alles funktionieren. Ebenso wie die Klimaanlage. Bei manchen macht sie bis ins hohe Alter keine Probleme, manche Anlagen sind auf Dauer nicht dicht zu bekommen.


    Falls die Scheinwerfer noch die Werksausrüstung H4-Lampen enthalten: Es sind Longlife-Glühlampen. Man kann mehr Helligkeit gewinnen, wenn man etwas anderes einsetzt. Bitte keine 100 W-Lampen, das richtet Schäden an! In den Nebelscheinwerfern (falls vorhanden) sind H3 drin, auch hier lässt sich mit helleren Lampen deutlich mehr Licht auf die Straße bringen.

    |52.75°, 13.449722°| |SUZUKI Swift Sport|

  • Hallo Hutfahrer,

    besten Dank für die ausführlichen Informationen.

    Damit kann ich jetzt gezielt auf die Suche gehen.

    Das Wandlergetriebe ist für mich sehr wichtig.

    Die Getriebe gelten zwar als unökonomisch und veraltet aber ich halte nichts von DSG oder CVT oder 8Gang Schaltautomaten.

    Ich will einfach bequem von A nach B kommen.

    Also mache ich mich jetzt mal auf die Suche.

    Nochmals besten Dank.

    Gruß Oldtimer

  • Ahoi nochmal!


    Erweitere deine Fahrzeugsuche ggf. auf den Ignis MH (2003 - 2007), falls du den Bus-artigen Innenraum vom Wagon nicht unbedingt brauchst. Der Ignis ist um einiges komfortabler und fährt sich etwas entspannter als der Wagon. Zum Automatikgetriebe - auch ein Aisin-Wandler - gab es da den 1.5 16V mit 99 PS. In dieser Kombination waren 185er Reifen auf 15 Zoll-Alufelgen die Werksausrüstung - der Wagon muss mit 165ern auf 14 Zoll Felgen auskommen.


    Grüße!



    Janek

    |52.75°, 13.449722°| |SUZUKI Swift Sport|

  • Hallo Janek,

    danke für den Tip.

    Der Wagon ist halt speziell durch die geringe Ladehöhe sehr schön um einen Hund hineinspringen zu lassen.

    Den Ignis hatte ich nicht auf dem Schirm, aber den schaue ich mir auch mal an.

    Aber ich bin halt sehr wählerisch und pingelig. Wird für mich nicht leicht was passendes zu finden.

    Aber vielleicht klappt’s ja doch.

    Gruß Berthold

  • Der Wagon R+ kann immerhin eine nur 58 cm hohe Ladekante bieten. Die mit 76 cm erheblich höhere Ladekante beim Ignis liegt wohl auch an der hohen Bodenfreiheit. Leider ergibt sich bei umgelegter Rücksitzbanklehne eine Kante.


    Weitere Autos, die du dir auch ansehen könntest: Ford Fusion (2002 - 2012) oder Mazda 2 (Typ DY, 2003 - 2007). Vom Ford Fusion weiß ich, dass er bei umgelegter Rücksitzbanklehne eine stufenlose Ladefläche bietet.

    |52.75°, 13.449722°| |SUZUKI Swift Sport|

  • Der Wagon R+ kann immerhin eine nur 58 cm hohe Ladekante bieten. Die mit 76 cm erheblich höhere Ladekante beim Ignis liegt wohl auch an der hohen Bodenfreiheit. Leider ergibt sich bei umgelegter Rücksitzbanklehne eine Kante.


    Weitere Autos, die du dir auch ansehen könntest: Ford Fusion (2002 - 2012) oder Mazda 2 (Typ DY, 2003 - 2007). Vom Ford Fusion weiß ich, dass er bei umgelegter Rücksitzbanklehne eine stufenlose Ladefläche bietet.

    Den Ford Fusion habe ich bisher nicht in meine Überlegungen einbezogen.

    Kann ich auch mal machen.

    Der Mazda2 hat m.W. kein klassisches Wandlergetriebe.

  • Sowohl der erste Mazda 2 (intern J37G) als auch der Fusion sind Abkömmlinge des damaligen Fiesta, daher dürfte die technische Ausstattung weitestgehend identisch sein.

    Ich was seinerzeit bei Ford im Vorserienbau und wir haben alle drei Modelle parallel gebaut.


    Edit: laut wikipedia gabs im Mazda wohl nur das automatisierte Schaltgetriebe Durashift-EST, während die beiden Fords auch ein vollwertiges 4-Gang-Automatikgetriebe boten.

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