Ignis-Klon (Justy) vom Forstamt erworben

  • Ich habe von der Vebeg (Verwertungsgesellschaft des Bundes) einen ausgemusterten Subaru Justy G3X (baugleich mit dem Suzuki Ignis) gekauft, der dem Forstamt gehört und werde ihn in den nächsten Tagen aus Rüdesheim (in der Nähe von Frankfurt) abholen. Es ist der 1,3er, Bj 2007 und hat 124.000 Km runter. Auf was muss ich achten? Gibt es spezielle Schwachstellen?

    Da die Kiste seit letztes Jahr schon steht, wird die Batterie tot sein und ich werde sie überbrücken müssen für die Überführungsfahrt. Befindet sich die Batterie vorne im Motorraum und welche Kapazität hat sie?
    Wie sieht es aus mit dem Zahnriemen, wie oft muss der gewechselt werden? Ist der Motor im Falle eines Falles ein Freiläufer oder bedeutet Zahnriemenriss Motorschrott?

    PS: Habs grad gefunden, der Motor scheint glücklicherweise eine Kette statt eines Riemens zu haben --> http://www.auto-motor-und-spor…typ-mhy/technische-daten/

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  • IGNIS Typ: RM hat jedenfalls bei bei den Benzinmotoren 1,3l und 1,5l definitiv eine Steuerkette!


    Folgende Batterien sind Werksseitig verbaut worden:


    33610-83E30 (55B24L,12V,36AH/5HR) 238 x 129 x 229 mm




    33610-83E20 (38B20L,12V,28AH/5HR) 197 x 129 x 227 mm

  • Nimm dir gleich eine funktionsfähige Batterie mit und baue sie vor Ort ein. Zum Motor ist richtig, dass der eine Steuerkette hat und die Motoren i. d. R. vollkommen problemlos sind. Prüfe den Wartungsstand, ggf. wären die Zündkerzen fällig oder überfällig. Der Ignis MH bzw. Subaru Justy G3X gehört zu den zuverlässigsten Suzuki-Modellen.


    Dem Baujahr nach ist es einer der letzten seiner Baureihe, in die somit schon viele Nachbesserungen eingeflossen sind. Unter dem Strich hast du mit dieser Baureihe wohl wenig Ärger und solltest bei normalem Wartungsaufwand die 200 Tkm recht problemlos erreichen. Ich würde dir ans Herz legen, dir vom Zustand der Karosserie und speziell des Unterbodens ein Bild zu machen und ggf. beginnenden Kantenrost rasch zu beseitigen. An sich sind die Karossen gut, die Rostvorsorge bei den in Ungarn gebauten Modellen schwankte aber innerhalb einer Baureihe dennoch häufig.

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  • So, ich habe ihn heute morgen hergefahren, während der Fahrt von Rüdesheim nach Neckargemünd leuchtete dauerhaft das ABS-Licht und die Batterie wurde auch auf einer Strecke von 120 Kilometern nicht voll, sie hängt jetzt am Ladegerät.

    Ich überlege mir, ein OBD-Gerät zum Fehlerauslesen zu kaufen wegen der ABS-Leuchte.

    Das Fahrgefühl ist etwas schwammig, aber zum Rasen habe ich mir das Ding auch nicht geholt. ;-)


    PS: Geboten habe ich 2000 Euro, was ich nachher erst erfuhr ist die Sache mit der Mehrwertsteuer, insgesamt habe ich also 2380 Euro an die VEBEG gezahlt.

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  • Mit einem Standart OBD Gerät für 50€ , wirst du aber nicht ins ABS gucken können, geschweige denn den Fehlerspeicher löschen!


    Je nach Baujahr gibts glücklicherweise aber die Möglichkeit bei Suzuki Fahrzeugen den ABS Fehlerspeicher mittels -Blinkcode- auszulesen und auch einen Weg zu löschen. (Sofern nicht tatsächlich ein permanenter Fehler vorhanden ist)

    Wenn der Fehler aufgrund von Unterspannung entstanden ist, so kann es auch sein, daß die Lampe nach einer Weile wieder erlischt ( hab jetzt nicht im Kopf, ob´s beim relativ seltenen Ignis auch so ist )

  • Für das Geld ein guter Kauf, in den bekannten Online-Portalen werden diese Fahrzeuge noch teurer gehandelt. Tausche die Batterie aus, sie wird durch das Herumstehen geschädigt worden sein. Das ABS reagiert empfindlich auf Motorstarts, bei denen die Bordspannung weit eingebrochen ist. Das müsste sich mit dem nächsten Motorstart jedoch geben. Danach machst du eine Sichtkontrolle aller ABS-Geberringe und schaust, ob einer fehlt oder eingerissen oder stark verrostet ist. Die ABS-Sensoren haben Stecker, die man alle mal auseinander ziehen und reinigen könnte.


    Zum Fahrverhalten: Das ist hauptsächlich der Konstruktion der Hinterachse geschuldet. Hinzu kommt, dass die elektrische Servolenkung dem Fahrer kaum Feedback vom Lenkverhalten gibt. Insgesamt ist die Kiste recht hochbeinig und reagiert auch empfindlich auf Seitenwind. Hinzu kommt, dass die Fuhre besonders mit den 165er und 175er Reifen (14 Zoll) in zügig gefahrenen Kurven oder beim Abbiegen über die Vorderräder schiebt. Passiert sowas regelmäßig, dann zeigt sich das an den stärker abgenutzten äußeren Profilblöcken der Bereifung - trotz einwandfreier Achsgeometrie.


    Deutlich verbessern lässt sich das Fahr- und Lenkverhalten mit breiteren Reifen. Die Sondermodelle X-45 kamen z. B. mit 185er Reifen auf 15 Zoll großen Felgen. Sowas fährt der Berliner Jens1 (klick für Bilder!). Mein bis 2007 gefahrener Ignis DDIS hatte 195er auf 14er Felgen und ließ sich damit auch gut fahren.

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