Reserveradmulde und deren Nutzung

  • Zu teuer

    In Relation zu dem, was man bekommt schon, aber die Noträder kosten neu überall so viel. Allein ein neuer Reifen dafür liegt wohl schon bei 80€+. Ob es daran liegt, daß das schmale Teil mittels hohem Druck die Belastungen aushalten muß, die Gummimischung besonders langzeitstabil ist (immerhin liegt es bei den Meisten ja über Jahre ungenutzt im Kofferraum und das Gummi altert und versprödet, soll dann aber die Fahrzeugmasse kurvenstabil tragen) oder die produzierte Stückzahl sich nicht rechnet? Ein Pannenset mit selbstvulkanisierenden "Dochten" kostet 9,99€, nimmt kaum Platz weg, ist einfach anzuwenden und steht einer anschließenden professionellen Reifenreparatur nicht im Weg. Ein Kompressor ist vom Latexkit eh im Auto, kostet sonst auch nur 10-15€. Natürlich ist das Einsatzgebiet eingeschränkt - "runde" Löcher bis 4mm auf der Lauffläche - der typische Dachpappennagel oder eine Spaxschraube (käme man bei Belassung im Reifen und ggf. Nachpumpen meist auch bis zur nächsten Werkstatt, sicherer ist aber das Vulkanisier-Set). Alle größeren Defekte oder an der Reifenflanke machen dann halt den Pannendienst notwendig.

    Ich persönlich gehe auch lieber auf Nummer Sicher und habe ein Notrad, im Ignis 2 sogar das Original-Alufelgen-Rad, in der Mulde liegen. Dank Reifenalter taugen sie aber auch nur noch zur verhaltenen Fahrt nach Haus oder zur Werkstatt...

  • Viel zu schwer! Pannendienst ist doch bei den meisten Versicherungen dabei. Und ich hab in fast 30Jahren und weit über 1Millionen km noch keinen gebraucht. Immer materialschonend faaahn!

    Die meisten Reifenpannen haben nix mit nicht schonender Fahrweise oder schlechter Pflege zu tun, sondern sind eifach Pech. Der Nagel, die Scherbe oder ähnliches liegen halt einfach im Rollweg und es macht Pfff. Natürlich reicht dann ein Anruf bei der Hotline des jeweiligen Pannendienstes und "da werden sie geholfen". Kann aber manchmal dauern. Und die reparieren oder wechseln das Rad dann ja nicht, sondern es geht huckepack zum Reifendienst oder nach Hause. Am Wochenende tut sich dann da wenig. Gut, wer daheim die Winter- oder Somnerreifen gelagert hat, ist auch ohne Ersatzrad oder Pannenhilfset wieder mobil. Viele lagern den nicht benötigten Reifensatz aber bei ihrem Händler... Natürlich ist es mit einer Motorpanne nicht anders, aber das Risiko läßt sich durch Pflege und sachgerechte Nutzung tatsächlich minimieren.