Scheinwerferabdeckung polieren oder wechseln

  • Scheinwerferglas gibt es Original nicht einzeln sondern nur komplett. Kratzer entferne ich immer mit Excenter je nach Kratzertiefe mit Körnung P1000 / P1500 und P3000 wird nass geschliffen, wenn Kratzer entfernt sind aufpolieren. Wie du am Bild siehst, sollten solche Kratzer kein Problem zum entfernen sein.

  • Formalrechtlich ist das mit dem TÜV richtig. Aber bei einem großflächigem (Halogen-)Scheinwerfer wird eine gut ausgeführte Politur weder die lichtechnischen Werte verändern, noch das Material maßgeblich schwächen. Ist der hochgeschleuderte Stein etwas größer nutzt auch im Prozentbereich dickeres Polykarbonat nichts... Wichtig ist, wenn zum Schutz lackversiegelt wird, daß dies akkurat gleichmäßig und mit dem materialverträglichen und lichttechnisch zulässigem Klarlack geschieht. Und da wir doch alle umweltfreundlich sind, ist so eine Reparatur doch wsentlich nachhaltiger und ressourcenschonender (vor allem die pekunären) als der Komplettaustausch...;)

    Wenn die Lichtwerte und Oberflächen die Norm erfüllen, wird es der TÜV nicht einmal bemerken, schon gar nicht bemängeln.

    Anders sieht es ggf. bei den kleinen LED-Leuchten aus. Hier können recht schnell die Brechungswerte der Scheibe verändert, Streu- und Blendlicht "produziert" werden, da die Lichtleistung bezogen auf die Fläche sehr viel größer ist als bei den H4- Funzeln. Da hier meist auch die Leuchtmittel fest verbaut sind, freut sich der Geldbeutel über die "satte Abmagerung" beim Austausch der kompletten Designerstücke...:(

  • Ich habe das Polieren der Scheinwerfergläser selbst schon an meinem alten PT Cruiser praktiziert weil man für dieses Modell (Facelift) keine passenden Scheinwerfer mehr bekommt und der TÜV bzw. DEKRA mich wegen Vergilbung schon vorgewarnt hat.

    Wenn man handwerklich einwenig versiert ist und sich im Netz eins der vielen angebotenen Poliersets besorgt kann man die Kratzer und Vergilbungen sehr gut wieder ausbügeln,der Prüfer muß ja nicht mit der Nase `draufgestoßen werden......

    Außerdem ,selbst wenn es der Prüfer bemerken sollte wird er wohl auch Verständnis dafür haben wenn die Arbeit sauber ausgeführt wurde.

    Es kommt eben auf einen Versuch an bevor man ein paar hundert Teuros für neue Scheinwerfer `rausschmeißt.

  • Formalrechtlich ist das mit dem TÜV richtig. Aber bei einem großflächigem (Halogen-)Scheinwerfer wird eine gut ausgeführte Politur weder die lichtechnischen Werte verändern, noch das Material maßgeblich schwächen. Ist der hochgeschleuderte Stein etwas größer nutzt auch im Prozentbereich dickeres Polykarbonat nichts... Wichtig ist, wenn zum Schutz lackversiegelt wird, daß dies akkurat gleichmäßig und mit dem materialverträglichen und lichttechnisch zulässigem Klarlack geschieht. Und da wir doch alle umweltfreundlich sind, ist so eine Reparatur doch wsentlich nachhaltiger und ressourcenschonender (vor allem die pekunären) als der Komplettaustausch...;)

    Wenn die Lichtwerte und Oberflächen die Norm erfüllen, wird es der TÜV nicht einmal bemerken, schon gar nicht bemängeln.

    Anders sieht es ggf. bei den kleinen LED-Leuchten aus. Hier können recht schnell die Brechungswerte der Scheibe verändert, Streu- und Blendlicht "produziert" werden, da die Lichtleistung bezogen auf die Fläche sehr viel größer ist als bei den H4- Funzeln. Da hier meist auch die Leuchtmittel fest verbaut sind, freut sich der Geldbeutel über die "satte Abmagerung" beim Austausch der kompletten Designerstücke...:(

    Kommt auf den TÜVer an - meiner meint, dass man das sieht, wenn da rumpoliert wurde und das sind meist Laien mit aus dem Internet gekauften Wundermittelchen, die das machen.

    Ich war ja beim letzten TÜV mit bei und auf meinem Scheinwerfer war ein länglicher Dreckspritzer, der auf dem ersten Blick wie eine Schramme aussah, da hat er sich das dann genauer angesehen. Ich gleich mit dem Finger rüber und sagte "ist nur Dreck und außerdem kann man das ja wegpolieren, wenn da ne Schramme ist".

    Er dann, "nö nö nö - polieren ist nicht" und hat mir, das was ich oben schon schrieb, erzählt.

    Bei LED-Scheinwerfer kucken die wohl etwas genauer hin. Auch an dem Geber über der Hinterachse für die automatische Scheinwerferverstellung hat er rumgefummelt.

    Manche TÜVer sind eben genau und manche genauer.;)

    tüvgeldscheine.jpeg

    motormaul

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  • Wie ich schon schrieb, wegen der punktuell hohen Leuchtdichte der LEDs sind Fehlbrechungen über Kratzer oder Dickenänderungen (Linseneffekte) wesentlich auffälliger als bei klassischen H4/H7 und fallen somit beim TÜV auf und "ins Gewicht". Eine fachlich gut ausgeführte Politur (und das geht auch DIY) wird am großflächigen Halogenscheinwerfer kaum Probleme machen. Nasig-blasiger Lack oder Materialreduktion im starken Maße ausgenommen.

  • Die Kratzer waren eigentlich mehr im oberen hinteren Bereich, wo keine Leuchten sind und sahen aus, als wenn jemand, ein Kind, mit beim reinigen geholfen hat und fälschlicher Weise die grobe Seite des Topfschwammes benutzt hat.

    Der Strahlbereich war nicht betroffen

    Linkes Bild vorher, rechts nachher