IGNIS AllGrip - diverse Fragen

  • Hallo!


    Wir beabsichtigen einen 20 Jahre alten Toyota Starlet durch einen kleinen Allradler zu ersetzen.

    Dabei kommen eigentlich eh nur der Fiat Panda oder der Suzuki Ignis in Frage - andere Alternativen

    sind mir nicht bekannt.


    Bei der ersten Probefahrt mit einem IGNIS waren wir was Kupplung und Schaltung anbelangt enttäuscht.

    Die Kupplung kam erst ganz spät, die Schaltung war hakelig und der Retourgang ließ sich nur mit

    Nachdruck einlegen. Laut Verkäufe sei das bei allen so.


    In einem anderen Autohaus zeigte sich bei der Probefahrt genau das Gegenteil. Die Kupplung griff sofort,

    die Schaltung funktionierte einwandfrei.


    Nun - wie ist das bei Euch? Was sagt Ihr zu Kupplung und Schaltung?


    Weiters würde mich interessieren, welche Reifendimension bzw. Reifen fährt Ihr im Winter?


    Welche Abgasnorm habt Ihr? Schon die neue Euro6 temp oder noch die Euro 6c?


    Wo wird der Ignis eigentlich gebaut? Immer noch in Ungarn?


    Habt Ihr in Bezug auf Rostvorsorge noch zusätzliche Arbeiten durchgeführt?


    Wie seid Ihr mit dem Verbrauch zufrieden? Was schluckt der "Kleine" unter welchen Einsatzbedingungen?


    Wie hoch liegen die ungefähren Servicekosten?


    Was fallen Euch sonst noch für Schwachstellen ein?


    Danke für Eure Mithilfe bei unserer Entscheidungsfindung.

  • Hallo.


    Kupplung und Schaltung können am Anfang etwas hakelig zueinander sein, aber das gibt sich.


    Warum ist die Abgasnorm wichtig? Zumal der Unterschied zwischen 6c und 6d temp nicht gravierend sein dürfte!? (interessiert mich wirklich, warum das für euch wichtig ist!)


    Der Ignis wird in Japan gebaut.


    Ich hoffe ich konnte ein klein wenig helfen.

  • Hallo!


    Danke für die Rückmeldung. Die Frage wegen der Abgasnorm ist nicht so wichtig - mir ist nur aufgefallen, dass

    es mit der 6c einige Tageszulassungen gibt und frage mich, ob es eventuell auch eine Änderung in Bezug auf Schaltung/Kupplung gegeben hat. Das könnte das unterschiedliche Verhalten der beiden Fahrzeuge erklären.

  • Die Kupplung war am Anfang auch keine Freude. Nachdem ich den Händler gebeten hatte, alle Lager zu checken und ggf. zu fetten, ist sie nun deutlich sensibler zu bedienen. Die Schaltung ist allerdings wirklich etwas hakelig. Erinnert mich immer an ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug ;-)


    Bei den Schwachpunkten steht bei mir ganz oben: die unmöglich weichen Sitze, bei denen ich nach spätestens 20 Minuten Rückenschmerzen bekomme, weil sie, statt zu stützen, an den relevanten Bereichen einfach nur nachgeben. Nach einem Jahr habe ich nun die Nase voll und werde am Freitag meinen Autosattler besuchen, ob er eine Idee hat.


    Ärgerlich, aber das ist dem deutschen Importeur anzulasten, ist das Fehlen der Kofferraumbeleuchtung für den deutschen Markt, die es auf anderen Märkten gibt.


    Mein Verbrauch (Hybrid) pendelt zwischen 4,3 und 4,8 Litern auf 100 km. Damit ist die Hybrid-Variante der sauberste, weil verbrauchsgünstige, Nicht-Voll-Hybrid auf dem deutschen Markt, laut ADAC Eco-Test. Kein anderer Benziner erreicht diesen Wert.

  • zu Euro 6 d temp kann ich etwas beitragen, lt. Suzuki Deutschland haben alle seit April 2018 gefertigten Ignis o.g. Norm nach WLTP, im ZB 2 erkennbar an AG 36, auch an der VIN erkennbar,

    alle Autos mit xxxxxxxxxxx200001 und höher ...

    war mir persönlich wichtig, da wir unsere Autos sehr lange fahren und man nie weis, was sich die Clowns in Berlin und Brüssel als nächstes einfallen lassen...

    Suzuki Ignis Comfort+ AGS Pure White Pearl Metallic

  • Sorento  


    Die Rostvorsorge ist im Vergleich zu FIAT um längen vorraus, hab mich selbst von überzeugt, bin mal zu den umliegenden Händlern und war von den rostenden Neuwagen bei FIAT sehr enttäuscht. Da in meiner Verwandschaft jemand im FIAT-Konzern arbeitet, hab ich mich etwas informiert und nach den geschilderten Problemen direkt abgewandt, dabei ging es aber nicht direkt um den Panda sondern um generelle Probleme. Ohne jetzt näher darauf einzugehen, wäre abgesehen vom Ducato(selbst ein paar Jahre gefahren) und vielleicht von den Jeep Modellen kein Fahrzeug von Fiat eine Option für mich. Die Werkskonservierung wird vom Importeur in Deutschland nochmal verbessert und du kannst dich vom typischen Wachsgeruch beim Fahren überzeugen, wenn du in einen Neuwagen steigst. Zur Kupplung und Schaltung vom Ignis kann ich nichts wirklich negatives berichten, abgesehen von dem gelegentlich störrischen Rückwärtsgang. Fiat ist was Laufkultur bei den Dieselmotoren betrifft sicherlich toll, bei den Kleinwagen die ich bisher von Fiat gefahren bin hat mich auf Dauer allerdings mehr gestört als mich überzeugt hat und auch die chaotischen Innenräume waren nicht so meins. Der Ignis ist sehr übersichtlich, einzig die C-Säule ist etwas zu groß geraten. Der Verbrauch ist bei mir etwas unter dem angegeben Normverbrauch, obwohl ich eher nicht untertourig fahre. Als Alternativen im Kleinwagensegment ist Daihatsu ja leider weggebrochen. Zu Reifen hat jeder seine eigenen Erfahrungen und die von Suzuki vorgesehene Bereifung sorgt immer für etwas Uberraschung, aber es gibt schon eine ausreichende Auswahl. Hoffe etwas geholfen zu haben.

    Suzuki Ignis Comfort+ mit Allgrip.

  • ... schon mal über das automatisierte Schaltgetriebe nachgedacht - ich bin echt begeistert, da man das auch manuell schalten kann - ich finde es besser als ein Wandlergetriebe. Habe heute auf einer ausgedehnten Überlandtour das manuelle Schalten getestet - ich bin sogar der Meinung, dass man im manuellen Modus schneller schalten kann als mit einen herkömmlichen Schaltgetriebe, da das Kuppeln wegfällt - zumindest nicht selber kuppeln muss - die Automatische Kupplung ist sehr präzise, was die kuppelvorgänge angeht.

    Bin gerade beim einfahren von meinem "Kleinen" der Verbrauch liegt z.Z. bei Stadtverkehr 6 Liter und auf Überlandfahrten hab ich ihn auf 5 Liter.

    Die vom Hersteller freigegebene Reifengröße ist 175/60R16 oder 175/65R15, Sommer wie Winter.

  • Ich stand vor der gleichen Entscheidung entweder Fiat Panda 4*4 oder Ignis Allgrip.

    Und meine Entscheidung war im Nachhinein richtig schon alleine das Preis Leistungsverhältnis ist Top wo gibt's in dieser Preisklasse LED Hauptscheinwerfer, die Kupplung wird mit Seilzug betätigt die kannst du dir nach deinen Bedürfnissen einstellen.Die Schaltung geht in der Tat anfangs hackelig aber so nach ca.500 km flutschen die Gänge wie Butter. Mein Allgrip verbraucht mit Sommerreifen 4.8-5.3 Liter was voll in Ordnung geht. Das Allrad ist da wenn man es braucht,es ist schon erstaunlich wie man bei Nässe um eine Kehre kommt. Inspektionsarbeiten sollten sich im Rahmen halten hatte noch keine.

    Die Sitze sind im Comfort + besser haben sogar Seidenwagen und gehen voll in Ordnung.

    Das ASG gibt's leider nicht mit Allgrip, ja schade.

    Das Platzangebot ist für 4Personen überragende , bedenkt man die Größe des Autos.

    Ich hab es bis jetzt noch keine Sekunde bereut den Ignis gekauft zu haben.

    Der Korrosionsschutz ist da ,hab aber da noch selber Hand angelegt.

  • Der Korrosionsschutz ist da ,hab aber da noch selber Hand angelegt.

    Das steht auch noch auf meiner Liste... Hast du das selber gemacht und vielleicht eine Dokumentation dafür? Könnte ein interessantes Thema für mich werden, da wir leider sehr aggressive Laugen im Winterdienst einsetzen müssen und ich da aufm Betriebsgelände nicht ausweichen kann.

    Suzuki Ignis Comfort+ mit Allgrip.

  • Die Sitze sind im Comfort + besser haben sogar Seidenwagen und gehen voll in Ordnung.

    Mein Hybrid ist automatisch auch Comfort+ - wie kommst Du darauf, dass die Sitze in der höchsten Ausstattungsstufe besser sind? Sie sind absolut identisch mit der Basisversion, die ich beim Händler auch getestet habe. Die von Dir angesprochenen Sitzwangen sind so weich, dass sie überhaupt keinen Halt bieten, sondern eher "Deko" sind. Bist Du mit dem Ignis mal mehr als 200 km am Stück gefahren? Wenn ja, würdest Du nicht mehr so begeistert sein.


    Ich bin von Beruf Motorjournalist und habe schon verdammt viel Autos gefahren. Aber so miese Sitze sind mir nur einmal untergekommen. Das war in den 90ern ein Buick Park Avenue mit durchgehender Frontsitzbank. Da sank man beim Hinsetzen so tief ein, als würde man auf einem alten Sofa Platz nehmen. Mir ist schon klar, weshalb Suzuki die Sitze so weich gemacht hat. Da das Fahrwerk so steif ist, müssen die Sitze einen Teil der Federarbeit übernehmen. Es ist sehr schwer, bei so einem geringen Leergewicht und der möglichen Zuladung einen akzeptablen Federungskomfort beim Fahrwerk zwischen leer und voll besetzt zu finden. Aber das sollte nicht auf die Sitzkomfort gehen. Ich bin im Übrigen nicht der Erste, der dies bemängelt. In zahlreichen Fahrberichten und Tests ist das auch Thema. Und ich bin sicher, bei der ersten Überarbeitung des Ignis bleiben die Sitze nicht unangetastet.

  • Mein Hybrid ist automatisch auch Comfort+ - wie kommst Du darauf, dass die Sitze in der höchsten Ausstattungsstufe besser sind? Sie sind absolut identisch mit der Basisversion, die ich beim Händler auch getestet habe. Die von Dir angesprochenen Sitzwangen sind so weich, dass sie überhaupt keinen Halt bieten, sondern eher "Deko" sind. Bist Du mit dem Ignis mal mehr als 200 km am Stück gefahren? Wenn ja, würdest Du nicht mehr so begeistert sein.


    Ich bin von Beruf Motorjournalist und habe schon verdammt viel Autos gefahren. Aber so miese Sitze sind mir nur einmal untergekommen. Das war in den 90ern ein Buick Park Avenue mit durchgehender Frontsitzbank. Da sank man beim Hinsetzen so tief ein, als würde man auf einem alten Sofa Platz nehmen. Mir ist schon klar, weshalb Suzuki die Sitze so weich gemacht hat. Da das Fahrwerk so steif ist, müssen die Sitze einen Teil der Federarbeit übernehmen. Es ist sehr schwer, bei so einem geringen Leergewicht und der möglichen Zuladung einen akzeptablen Federungskomfort beim Fahrwerk zwischen leer und voll besetzt zu finden. Aber das sollte nicht auf die Sitzkomfort gehen. Ich bin im Übrigen nicht der Erste, der dies bemängelt. In zahlreichen Fahrberichten und Tests ist das auch Thema. Und ich bin sicher, bei der ersten Überarbeitung des Ignis bleiben die Sitze nicht unangetastet.

    ... stimmt, die Sitze sind, vorsichtig ausgedrückt, gewöhnungsbedürftig. Ich hab ihn ja erst ein paar Tage und ich bin jeden Tag am einstellen, um eine Optimale Sitzposition zu finden. Hier ist es wohl umgekehrt, nicht der Sitz wird auf den Fahrer, sondern der Fahrer muss sich auf den Sitz einstellen/gewöhnen. :(

  • ... schon mal über das automatisierte Schaltgetriebe nachgedacht - ich bin echt begeistert, da man das auch manuell schalten kann - ich finde es besser als ein Wandlergetriebe.

    Ich habe auch den AGS und ja, das im Ignis verbaute, automatisierte Getriebe gehört zu den besseren seiner Art, aber zu behaupten, es wäre besser als ein Wandlergetriebe, erzeugt einen falschen Eindruck. Ein Wandler (oder Doppelkupplungsgetriebe, wie z.B. im neuen Smart) ist wesentlich komfortabler, schaltet schneller, hat keine Zugkraftunterbrechung und lässt sich mittlerweile auf Wunsch auch manuell schalten.


    Der Nachteil des Wandlers (oder auch eines stufenlosen Getriebes) ist, dass es etwas Leistung kostet und, auch wegen des höheren Gewichts, meist einen höheren Verbrauch mit sich bringt. Daher hat man wahrscheinlich im Ignis darauf verzichtet. Im Gegensatz zum wartungsarmen Wandler, hat man mit der Kupplung auch noch ein zusätzliches Verschleißteil an der Backe.


    Ich wusste vor dem Kauf worauf ich mich einlasse, da ich vorher ein vergleichbares Getriebe hatte und den Ignis mit AGS ausgiebig probegefahren bin. Ich hatte dann für mich entschieden, dass ich damit leben kann, da die restlichen Vorteile des Ignis überwiegen. Die Vorteile eines automatischen Getriebes mit einer Kupplung sind Gewichtsersparnis, Verbauch, Wirkungsgrad (identisch zum Handschalter) und Herstellungskosten.


    Zumindest in Deutschland und Österreich lässt sich das AGS nicht mit AllGrip kombinieren, daher dürfte es für Sorento sowieso nicht in Frage kommen.

  • ... Automatik mit Wandler ist kein Doppelkupplungsgetriebe (DKG, DSG, PDK, DCT, TCT). Das sind zwei völlig verschiedene Sachen.

    Das Dopppelkupplungsgetriebe ist rein mechnisch(elektronisch geregelt), hat zwei Kupplungen, wo eine mit den geraden und die andere mit den ungeraden Gängen vebunden ist. Wenn die eine öffnet, dann schließt die andere - womit hohe Kräfte unterbrechungslos (ohne Rucken) übertragen werden.

    Mit Wandler bezeichnet man hydraulische Automatik-Getriebe. Wandler sagt man, da dort hyraulischer Ölfluss/druck über eine Turbine in mechanische Drehbewegung umgewandelt wird.


    Natürlich ist das AGS nicht besser als ein Doppelkupplungsgetriebe, da hast Du recht aber das AGS finde ich besser als die hydraulischen Automatikgetriebe. Doppelkupplungsgetriebe sind zur Zeit das beste, was es gibt.


    Da meine Beschreibung auch nicht perfekt ist, bitte hier nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrzeuggetriebe

  • Danke, aber ich weiß schon wie ein Doppelkupplungsgetriebe funktioniert. Ich bezog mich bei meinen Ausführungen hauptsächlich auf die Vorzüge des Wandlers (komfortabel, schnelle Gangwechsel, keine Zugkraftunterbrechung) gegenüber des von Dir favorisierten AGS, die in weiten Teilen auch auf das Doppelkupplungsgetriebe zutreffen und wollte zusätzlich zum Ausdruck bringen, dass Doppelkupplungsgetriebe mittlerweile auch in sehr kleinen, leichten und leistungsschwachen Autos - wie den Smart - verbaut werden und technisch daher auch für den Ignis eine Option gewesen wären.


    Ich bin Fan des Wandlers und würde es dem Doppelkupplungsgetriebe vorziehen, aber das ist natürlich Geschmackssache und kommt auch auf das Fahrzeug an. In Bezug auf den Ignis hast Du Recht, da wäre ein Wandler bestimmt nicht die ideale Option, aber seit ich den Smart mit DKG gefahren bin, hätte ich das schon gerne auch im Ignis gehabt.

  • Für ASG zu plädieren, weil es sich "auch von Hand schalten" lässt und dies als Vorzug gegenüber Wandlergetrieben zu nennen, mutet aber angesichts der Tatsache, dass die meisten Wandlerautomatikgetriebe - und auch jene in aktuellen Suzukis - sich heute auch von Hand schalten lassen, ein bisschen befremdlich an.

  • Für ASG zu plädieren, weil es sich "auch von Hand schalten" lässt und dies als Vorzug gegenüber Wandlergetrieben zu nennen, mutet aber angesichts der Tatsache, dass die meisten Wandlerautomatikgetriebe - und auch jene in aktuellen Suzukis - sich heute auch von Hand schalten lassen, ein bisschen befremdlich an.

    ... befremdlich ist, dass wenn man Suzuki-Wandler kennt, zu meinen, alle Wandler zu kennen ...


    Ich habe bisher nur US-Wandler gefahren und die konnte man nicht manuell schalten, waren Spritfresser und besonders ältere Modelle, sehr problematisch im Bezug der hierzulande verwendeten Ölsorten.

    Daher ist dieses Suzuki-ASG im Bezug zum Handling für mich eine exorbitante Verbesserung.