Langzeit Thread für den Ignis?

  • ... ja, nur kurz beim Anfahren oder späteren Beschleunigen - wenn Geschwindigkeit erreicht wurde, nicht mehr. Hat nichts mit der späteren Fahrleistung des Verbrenners zu tun. Und die (Kraftstoff-)Einsparung ist auch nur in diesem kurzen (Beschleunigungs-)Moment, da hier vorher gesammelte Energie über das Drehmoment des E-Motors zugeführt wird. Das kann ja jeder selber beobachten, der Verbrauch schießt hoch, wenn man beschleunigt und in diesem Moment dreht der E-Motor mit und senkt in diesem Bereich den Verbrauch.

  • Damit der Thread für zukünftige ignis Fahrer nicht einschläft, ein kleiner Zwischenbericht von mir.

    Ich fahre den AGS und habe jetzt 1100 km runter. Heute war ich mal zum Kurzcheck bei Suzuki. Ölstand noch auf maximal, also nix mit 1 liter Ölverbrauch wie ich oft lesen konnte, vermutlich weil ich ihn sinnig einfuhr und nicht nicht über 3000 u/min. laufen ließ.

    Je nach Wetterbedingungen zeigt er oder sie mal gelegentlich ein paar Eigenarten. So z.b. bei feuchten Wetter, rutscht die Kupplung wenn er kalt ist, etwas. Manchmal klappert was, aber sobald er warm ist läuft alles ruhig. Bei Km-Stand 450 km, hatte ich den Eindruck, dass etwas mit dem Wagen passierte. Er schaltet irgendwie später hoch und nicht mehr so früh, was aber auch nur Einbildung sein kann, wobei ich ziemlich sensibel auf Technik reagiere und sicher bin, das ich vorher nicht dauerhaft mit 50km/h im 4. GANG durch die Stadt fahren konnte. Auch schlug der Bremsassistent viel häufiger an, als jetzt. Manchmal glaubte ich, der funktioniert garnicht mehr. Aber sobald ein Jeep oder Kastenwagen vor mir fährt oder an der Ampel steht, reagiert der Assistent mit Vollbremsung. Bei kleineren Autos kommt eine Reaktion erst, wenn ich die Heckstossstange des vor mir fahrenden Autos nicht mehr sehe. Vielleicht hat sich die Elektronik meiner Fahrweise angepasst. Keine Ahnung. Fahre immer ziemlich gleichmäßig.

    Auf jeden Fall kann man das Auto empfehlen, es wird schnell warm, schaltet meistens gut, manuell noch besser und bleibt gut in der Spur. In der Stadt fühlt sich die Lenkung etwas teigig an, aber auf der Landstraße wird sie fester und es macht Spaß. Vor allen Kurven scheint der kleine zu lieben und ich auch. Ist ein wenig wie Go Kart fahren, man erlebt den Strassenkontakt und es wird nicht langweilig. Er ist sehr spritzig und beim Kickdown hört er sich kernig an und beschleunigt einwandfrei und sehr zügig. Mein Verbrauch hat sich jetzt bei 4,8 liter eingependelt und ich freue mich jeden morgen und abend wieder im Suzi zu sitzen. Die Sitze machen mir keine Probleme und alles ist übersichtlich und hübsch gestaltet.

    Heute konnte ich den in der Werkstatt von unten sehen. Alles sehr übersichtlich und sehr offen. Ein Höhlentier wird sich das Auto vermutlich nicht aussuchen um daran zu knabbern, hoffe ich.

    Auf jeden den Fall ist das Auto ein prima Stadt und Landstraßenauto und auch Autobahn ist kein Problem, auch wenn in indischen Foren über die dünnen Bleche die verarbeitet werden, kein gutes Haar gelassen wird. Zumindest haben unsere igi in Deutschland mehr Airbags und wenn wirklich das Auto wie eine zerquetschte Cola Dose nach einem Unfall aussehen soll, hat die Feuerwehr es leichter einen zu retten. Die brauchen dann kein schweres Gerät.😄

    Da die Wartungskosten extrem günstig sein sollen, hoffe ich, das mein Suzi keine Probleme außerhalb des Serviceintervalles machen wird.


    Es gibt natürlich auch eine negative Seite. JEDER ARSCH VON AUTOFAHRER DENKT, OB AM TAG ODER ABENDS WENN ES DUNKEL IST UND ER DIE SCHEINWERFER MIT DEM KURZEN ABSTAND (AUTO IST JA SCHMAL) SIEHT, DASS ES JA EIN KLEINES LARMARSCHIGES AUTO SEIN MUSS UND SCHNEIDET EINEN UND DRÄNGT SICH REIN, EGAL OB VON LINKS , RECHTS, .... wenn ich nicht so umsichtig fahren würde, hätte es schon mehrfach geknallt. Mein Suzi sieht zu brav aus und deshalb muss ich den, glaub ich, OPTISCH etwas tunen lassen.

    Jeder der sich noch unschlüssig ist, kauft den AGS comfort plus. Er ist das Geld wert und wenn man ehrlich ist, für den Preis gibt es keinen Vergleichbar ausgestatteten, mit Sicherheitspaketen überschütteten Wagen in dieser Klasse. Halt, ""kurz, schmal, hoch""". Und ich verkaufe die Autos nicht. Hab ihn nur lieb gewonnen und hätte nie gedacht, mal einen Suzuki zu fahren. "AMEN"

  • ... dann brauch ich ja nichts mehr schreiben - Kratzi hat schon alles gesagt. ;) Oder gibts doch was?

    Meiner hat jetzt ca. 2500 km runter - wenn ich auf Kopfsteinpflaster fahre, ist das einzige, was man im negativen Sinne hören kann, ein Kabel, was oben im Dachhimmel auf der Verkleidung rumhopst. Öl ist immer noch auf Maximum. Hab ihn jetzt das erste mal mit der Hand gewaschen (Waschbox bei der Tanke) - schön eingschäumt und mit weicher Bürste vom Dreck befreit - bei uns ist das extrem, da darf man nicht vergessen, mit enthärteten Wasser gründlich nachzuspühlen, sonst gibts garantiert Wasserflecken. Vor der Garage noch ein paar Kilometer trockengefahren.

    Hänger hab ich auch schon hinter gehabt - einen leeren Eintonner mit 170kg Leergewicht ist nicht zu merken. Ja, der Bremsassistent schaltet sich beim einstecken des Hängers nicht selbst ab - also bei Hängerbetrieb nicht vergessen den manuell abzuschalten!

    Was war noch? Mehr fällt mir bis jetzt nicht ein - alles andere Bestens!

  • Ölstand noch auf maximal, also nix mit 1 liter Ölverbrauch wie ich oft lesen konnte, vermutlich weil ich ihn sinnig einfuhr und nicht nicht über 3000 u/min. laufen ließ.

    Wenn heute ein aktueller Motor so viel Öl sauft, ist definitiv etwas kaputt. Heute altert das Öl schneller als es verbraucht wird. ;)

    Und zum Thema "Einfahren" gibt es hier kB -weise Infos. Einfahren gibt es bei den Motoren definitiv nicht mehr. (Nur Warmfahren ist nach wie vor wichtig)

    Suzuki SX4 S-Cross 1.4 Boosterjet Comfort 4x4 blau 09/2016 "Crossy"

    Suzuki SX4 Classic Style Bj.09/2013 EY Bison Braun "Susi"

    Suzuki Swift Sport blau NZ Bj.2015 "Sporty"

  • Wenn man später dauerhaft lieber Öl tanken will, kann man auch aufs "Einfahren" verzichten. Und warmfahren ist klar, aber jetzt im Januar/Februar bedeutet das, dass der Wagen mal 10 bis bis 15km braucht, bis er wirklich warm ist. Da die Kühlwasserblauekontrolllampenanzeige^^ aber selbst bei kaltem Wetter (1°C) schon nach 2 km erlischt, ist der Motor mit Sicherheit noch lange nicht auf Betriebstemperatur. Ich fahre zum Glück ca. 22km bis auf Arbeit und den somit auch wirklich warm. Ich werde nicht zu den Öltankern zählen.😄Soll ja jeder halten wie er will. Frei dem Motto, was in der Garantiezeit nicht kaputt geht, hält dann ewig. Ich will die Garantie nach Möglichkeit nicht in Anspruch nehmen.


    Schönes Wochenende




    Anbei ein kopierter Text und ein paar links zum verwirren und nachdenken und machen , wie jeder es für richtig hält.

    Einfahren gibt es bei den Motoren definitiv nicht mehr. (Nur Warmfahren ist nach wie vor wichtig)



    "Die ersten 1000 Kilometer sollten maximal mit Dreiviertel der Höchstdrehzahl gefahren werden. Das gilt für alle Neuwagen, egal ob Cabrio, Familienauto oder Kombi. Bei sofortiger Vollgasfahrt erhöht sich der Ölverbrauch, außerdem wird die Zylinderoberfläche nicht geglättet, sondern großflächig abgetragen. Dies kann eine verringerte Lebensdauer des Motors zur Folge haben. Vollgasfahrten und Fahren in hohen Drehzahlbereichen sorgen dementsprechend für einen höheren Verschleiß. Um das zu vermeiden, sollte der Motor mit mittleren Drehzahlen eingefahren werden. Dabei ist es auch ratsam, nicht mit konstanter Drehzahl einzufahren, sondern mit Drehzahlschwankungen. Eine Landstraßenfahrt ist für das Einfahren von Neuwagen dabei besser geeignet als die Fahrt bei konstante Geschwindigkeit auf der Autobahn."


    https://www.automobil-industri…igung-einfahren-a-407086/


    https://www.autoscout24.de/inf…fahren-adac-empfehlungen/


    https://www.autozeitung.de/neuwagen-einfahren-192571.html

  • Das alles galt früher als die Fertigungstoleranzen noch nicht zu gut waren, aber jeder wie er meint 😇

    Suzuki SX4 S-Cross 1.4 Boosterjet Comfort 4x4 blau 09/2016 "Crossy"

    Suzuki SX4 Classic Style Bj.09/2013 EY Bison Braun "Susi"

    Suzuki Swift Sport blau NZ Bj.2015 "Sporty"

  • Aus der Erfahrung raus würde ich das auch als Nonsens abtun...aber die Argumente die für eine Einfahrzeit sprechen sind plausibel.


    So Motoren kommen ja nicht direkt aus der Fertigung in den Wagen sondern absolvieren vorher einen Testlauf über mehrere "Kilometer".

    Es kann sich schließlich niemand erlauben defekte Motoren ab Werk einzubauen.


    Nunja, es spricht wohl nichts dagegen sein Auto die ersten paar Kilometer zu schonen, zum Glück ist da jeder frei in seinem Tun. :)

  • Das Einfahren bei einem Motor ist heute noch genauso wichtig wie es früher war. Auch wenn die Fertigungstolerenzen noch so genau sind, es ist eine Mechanik, bei der verschiedenste Materielien aneinander reiben. Das muss eingefahren werden.

    Allerdings - und das ist auch das was viele geschrieben haben - ist das Einfahren heute bei weitem nicht mehr so kritisch wie es früher war.

    Bei der Produktion wird jeder Motor für einige Sekunden gedreht und per Sensor überwacht (ohne dass er Sprit bekommt), ein paar Motoren aus jedem Fertigungslos werden auf einem Prüfstand befeuert ca. 1-2h und die Leistung gemessen usw.


    Gemeinhin reicht das als Einfahrvorgang bzw. Einlaufvorgang für den Motor. Nur wenn mal die Toleranzen der Fertigung ganz ungünstig aufeinender treffen ist auch noch auf der Straße beim Endkunden eine Einlaufphase notwendig, diese dauert aber nicht 1000km, sondern vielleicht 50km.

    Es ist im Grunde auch falsch die Einfahrphase in km anzugeben. Sinnvoller wäre es das ganze in Motorbetriebsstunden zu nennen. Das ist aber für den Endkunden nicht sinnvoll messbar, daher wird immer wieder auf km zurückgegriffen.

    Und das ist ein schöner Grund, dass man einen Kunden nach 1000km mal kurz in die Werkstatt holt um nen Ölwechsel zu machen (der übrigens aus technischer Sicht wirklich sinnvoll ist bei bestimmten Toleranz- und Fertigungskonstellationen)


    Beim Getriebe sieht es ähnlich aus.


    Ich hab mehrere Jahre in der Motoretwicklung gearbeitet in weltweiten Fertigungswerken (Europa, Asien, Nord- und Südamerika).

  • Supernasenbaer und Kratzi - genau so ist es.

    Der Myhtos "nicht mehr einfahren zu müssen" ist absichtlich über diverse KFZ-Medien, der Wirtschaft zu liebe in den Umlauf gebracht worden. Denn auf Grund der höheren Fertigungsqualität und der geringeren Fertigungtoleranzen würden die Fahrzeuge um einiges länger halten als früher - das darf natürlich, dem Umsatz zu liebe, nicht sein. Die Maßgenauigkeit der Bauteile ist heute um einiges höher als Damals aber es gibt noch keine Fertigungstechnologie, welche die Reibungsflächen zweier gegeneinander sich reibenden Materialien auf Mikrostrukturebene auf einander anpassen und das noch bevor diese Materialflächen aufeinander einwirken - das können nur diese beiden Materiealien und Flächen im Betrieb selber.

    Wenn also alles ab Kilometer Null aufeinander eingelaufen sein soll - wie kann es dann sein, dass von Kilometer null an bis in einige Tausend Kilometer Laufleistung ein stetiges besser und leichter Laufen und Arbeiten alle sich bewegenden Teile zu verspüren ist? Alles nur Einbildung? Das aufeinander Einlaufen fängt beim simplen Türschanier an und geht bis weit über die Kolbenlaufbahnen hinaus. Selbst die Hersteller kommen nicht umhin, um unnötige Gewährleistungs- und Garantieleistungen zu verhindern, Einfahrhinweise in den Betriebsanleitungen zu geben. Diese Hinweise, sind das Mindeste, was man beachten sollte, mehr kann man immer tun.

    Aber das soll jeder für sich entscheiden, ob er den Umsatz fördern oder sein Eigentum schützen will.