Start-Stop flopp?

  • pepo

    Ich! Der C-Max hatte mir den Geberzylinder um die Ohren gefeuert bei etwa 105.000 Kilometer. Der Kupplungsbelag selbst sah noch fast neu aus, hab die Scheibe auch noch im Keller liegen, die hätte locker nochmal 100.000 Kilometer mitgemacht. Warum mir der Geberzylinder auseinandergeflogen ist, konnte mir die Werkstatt damals auch nicht sagen, man sprach schlichtweg von Materialermüdung - aber mit einer gebrochenen Feder wegen zu vielem Durchdrücken des Kupplungspedals hat das rein garnichts zu tun.


    Was die Start-Stopp-Geschichte angeht, ich bin da, wie mit den meisten Dingen im Auto, die mehr oder minder automatisch geschehen bzw. über meinen Kopf hinweg entschieden werden, sehr konservativ eingestellt. Mein Kopf will mir ebenfalls immer wieder einreden, dass ständiges Starten und Anhalten des Motors nicht gut für sämtliche, davon betroffene Bauteile sein kann, auch ohne kokendes Öl. Allerdings findet man auch nach intensiver Recherche praktisch nichts dazu im Internet.


    Wenn ich mir dann jedoch im Swift-Info-Display den angeblich gesparten Sprit bei der gleichzeitigen Standdauer anschaue, dann frage ich mich ernsthaft, ob der Bauteilaufwand und die Ingenieurszeit es das wirklich wert war - anstatt da lieber nochmal leichtere und windschnittigere Teile im Fahrzeug zu verbauen und so weiter. Aber darüber mögen sich die Geister scheiden.


    Als Tipp für alle, die dieses System (und/oder auch andere) abstellen wollen:

    Nicht erst warten, bis der Motor an ist. Nach dem zweiten Betätigen des Start-Buttons kann bereits die Start-Stopp-Automatik, der Lane-Assist, der Spurwarner und auch der Notbremsassistent ausgeschaltet werden. Wenn man es schnell genug nach dem zweiten Betätigen des Start-Buttons macht, gibt's auch kein nerviges Piepen z.B. beim Deaktivieren Bremsassi. Lediglich das ESP scheint sich nicht schnell genug deaktivieren zu lassen, das piepst tatsächlich immer, wenn man es abschaltet.

    Seit 2018-10-16: Suzuki Swift Sport in Burning Red Pearl Metallic

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  • Ich hatte in 30 Jahren zweimal die Kupplung defekt. Erst beim Polo 6N und später beim Fiat 500.

  • Wenn man eine klappen AGA hat wirst du start stopp lieben :evil::D


    Davor war der mist immer aus^^

    Am Besten noch in Verbindung mit einem "Pop and Bang-Modus" :D


    Ich hatte in 30 Jahren zweimal die Kupplung defekt. Erst beim Polo 6N und später beim Fiat 500.

    Mit "Kupplung" ist ja meist der Belag gemeint. Da es sich bei diesem um ein normales Verschleißteil, ähnlich wie bei einem Bremsbelag, handelt, ist das auch irgendwo verständlich bei langem Fahrzeugbesitz mit vielen, heruntergespulten Kilometern. Bei der Kupplungsscheibe selbst handelt es sich ja um ein Teil, das zwangsweise immer wieder einer Reibung ausgesetzt ist. Material müsste in aller Regel Sintermetall sein bei normalen Fahrzeugen im Straßenbetrieb. Das ist zwar schon sehr hitzebeständig, aber wenn die beiden Kupplungsbeläge über viele tausende Kilometer aneinander reiben, dann ist es verständlich, dass der Belag irgendwann abgenutzt ist und die beiden Beläge aneinander keinen Halt mehr aufbauen können - die Kupplung rutscht dann "durch".


    Dass aber z.B. ein Seilzug reißt, der Geber- oder Nehmerzylinder kaputtgeht oder deren Feder (eher: Ausrückmechanismus) über den Jordan geht, passiert schon recht selten. Das sind zumeist Teile, die ein Fahrzeugleben problemlos überstehen sollten.

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  • Beim Polo 6N war wohl ein Kupplungsseil gerissen. Die Kupplung ließ sich fast nicht mehr treten. Die Reparatur war sehr teuer.


    Beim Fiat 500 war es erst gebrochene Kupplungsfeder (bekanntes Problem damals), dann defekter Kupplungszylinder (bzw. neue Bauteilgeneration fehlerhaft).


    Es wurde die gesamte Kupplung getauscht, jedoch ohne Erfolg. Die Probleme zogen sich über 8 Monate in denen 5 neue, obere Kupplungszylinder verbaut wurden.


    Kupplungsbeläge habe ich nie verschlissen. :)

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 Mal editiert, zuletzt von Imo ()

  • Uff, das spricht nicht wirklich für Fiat.


    Zur Not schaltet man einfach ohne Kupplung - gerade die jungen Leute wissen heute ja gar nicht mehr, dass sowas geht ^^ Aber Spaß macht das nicht, ich musste mit meinem C-Max ja auch zwei Tage so rumfahren - Stadt wie Land. Spaß ist definitiv was anderes. Aber man sagt ja: man schaltet, wie man spricht, laut und deutlich :D

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  • Fiat hat als Zulieferer Sachs, ZF und magneti marelli. Suzuki hat die gleichen und somit auch die gleichen Probleme.


    Ich selbst fahre seit jeher Fiat. Da aber kein Kleinwagen mehr im Portfolio des Konzern ist, haben wir uns für den Swift 1.0 boosterjet mit Automatik entschieden.

    Der hat kein Start-Stop und auch keine Kupplung.


    Wenn man immer den Fuß auf dem Kupplungspedal lässt schleift sich das Ausrücklager in die Federn der Kupplung.

  • Beim Fiesta meiner Freundin war das Ausrücklager schon kaputt, sie hat an der Ampel aber auch nie ausgekuppelt.

  • Dass aber z.B. ein Seilzug reißt, der Geber- oder Nehmerzylinder kaputtgeht oder deren Feder (eher: Ausrückmechanismus) über den Jordan geht, passiert schon recht selten. Das sind zumeist Teile, die ein Fahrzeugleben problemlos überstehen sollten.

    Bisher 1 Fall bei unseren Suzukis.

    1,8er Baleno Kombi der Geberzylinder undicht bei ca. 230.000km bzw. Auto 10 Jahre alt. Also passt schon ungefähr mit dem Autoleben, wenn man bedenkt, dass die meisten Autos nur 8-10 Jahre oder 150-200Tsd km gefahren werden.


    @Topic

    Start Stop nutze ich in den meisten Autos je nach Situation. Bei Stau und stockenden Verkehr (auch in der Stadt) schalte ich das Dingen aus. Ansonsten bei normalen Verkehr und gelegentlichem Anhalten lasse ich es aktiv.

  • Hatte damit bisher auch nie Probleme.


    Und wenn man bedenkt wie gestresst die Leute heutzutage sind, da kommt es bei den 2 Sekunden die man benötigt um den Gang einzulegen, schon fast zu Schießereien an den Ampeln ;)


    Ich habe bisher auch keine Probleme damit gehabt und werde es auch in Zukunft so handhaben. Sollte was kaputt gehen wird es erneuert und fertig.


    Solange es nicht im Gesetz verankert wird, dass man an der Ampel auskuppeln muss, werde ich es auch nicht machen ;)

  • Du richtest Dich also an die gestressten Leute, die es nicht erwarten können bei Grün los zu fahren und lässt deswegen eingekuppelt.🙄

    So weit kommt es noch, das ich meine Fahrweise/Verhalten an die Leute anpasse, nie im Leben😂 Wenn Du es so für richtig hältst, dann ist natürlich dein Meinung! Ich Kuppel ganz normal bei Gelb ein und fahre bei Grün los, ohne mich oder irgendwen zu stressen.🤗

  • Ich dachte auch immer "wenn was kaputt ist, laß ich es reparieren". Dabei stieß ich auf zwei Probleme:


    * Die Werkstätten merken nichts. Selbst wenn der Wagen schon gar nicht mehr läuft behaupten sie, es läuft alles prima.


    * Dasselbe Bauteil wird bis zu fünf mal getauscht, bis eins funktioniert, erklärte man mir. Und das war tatsächlich so.

  • Du richtest Dich also an die gestressten Leute, die es nicht erwarten können bei Grün los zu fahren und lässt deswegen eingekuppelt.🙄

    Ich lass auch die Kupplung gedrückt wenn ich weiss dass es innerhalb 30 Sekunden weitergeht. Hat aber nichts mit anderen zu tun, sondern damit dass ich zügig weiterfahren will. Das hat mit Rücksicht zu tun und weniger mit Stress, denn wenn alle den Start verpennen und 10-20 Meter Lücke bei 10km/h Abbiegen entstehen lassen, kommen pro Grünphase weniger Autos drüber. Bin in meinem Leben schon bis zu 100.000km pro Jahr gefahren. Nie Ausrücklagerdefekte etc., nur bei nem Mietwagen Opel Mokka letztens in Italien, da ratterte das Lager trotz wenig Laufleistung schon grausam.

  • Sehr schön erklärt Fuzzzydiz3 ! Genau so sollte es auch sein. Man muss zwar keinen Kavalierstart hinlegen, aber im Sinne der anderen Fahrer, sodass genügend Fahrzeuge auf einen Schwung über die Grünphase hinwegkommen, sollte man ruhig mal etwas zügiger davon fahren.


    Allerdings: ich fahre meist mit der Ladedruck- und Öltemp-Anzeige im Infodisplay. Ich weiß nicht, ab welchem (Unter?)Druck die Boost-Anzeige den ersten roten Pixel einblendet, aber ich hab das regelmäßig, dass ich von der Ampel wegfahre, egal ob gerade aus oder direkt darauffolgend um eine Kurve und die Boost-Anzeige bleibt leer - allerdings folgen hinter mir für mehrere Sekunden keine Autos. Teilweise mache ich mir dann sogar Gedanken, ob ich nicht sogar fälschlich bei rot losgefahren bin.


    Von daher kann man sich den Stress meist sogar sparen. Offensichtlich können wir hier alle halbwegs vernünftig Auto fahren, da sind wir sicher auch in der Lage, den Gang "erst" bei Gelb einzulegen und dennoch zügiger, als alle anderen bei, grün wegfahren.


    Wenns allerdings nur ne kurze Rotphase ist, dann stehe ich da auch auf der Kupplung - manchmal sogar schon mit eingelegtem Gang - die Torsionsfedern in der Kupplungsplatte sollen ruhig auch mal was zu arbeiten haben :D

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  • Im Stadtverkehr zeigt die Ladedruckanzeige wirklich nichts an. Obwohl der Wagen vom Geführ er auch da recht flott unterwegs ist. Die power und torque Anzeige dreht allerdings gern auf.

  • Du richtest Dich also an die gestressten Leute, die es nicht erwarten können bei Grün los zu fahren und lässt deswegen eingekuppelt.🙄

    So weit kommt es noch, das ich meine Fahrweise/Verhalten an die Leute anpasse, nie im Leben😂 Wenn Du es so für richtig hältst, dann ist natürlich dein Meinung! Ich Kuppel ganz normal bei Gelb ein und fahre bei Grün los, ohne mich oder irgendwen zu stressen.🤗

    Tja. Das war als Witz gemeint aber ok. Merken halt nicht alle ;)